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Klebtechnik am IFW

Klebtechnik am IFW

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Klebtechnische Weiterbildung

Seit 2009 wird die klebtechnische Ausbildung nach DVS-Richtlinien als Aussenstelle des Fraunhofer IFAM angeboten. 

Um aus den Vorteilen der Klebtechnik auch in der industriellen Praxis Wettbewerbsvorsprünge zu realisieren, bedarf es einer fachgerechten Anwendung durch qualifiziertes Personal. Fachleute müssen die Besonderheiten der Fügetechnik Kleben kennen und verstehen.
Die Technische Hochschule Ulm bietet daher in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen einen dreiwöchigen Präsenz-Kurs zur Internationalen Klebfachkraft nach DVS-Richtlinie 3301 an. Diese Ausbildung ermöglicht es Meistern des Handwerks oder der Industrie, Technikern oder betrieblichen Facharbeitern mit abgeschlossener Berufsausbildung und anleitender Funktion, ihre qualifizierte technische Ausbildung um spezifische Kenntnisse im Bereich Klebtechnik zu erweitern.
Die Teilnehmer werden für den Einsatz in der betrieblichen Fertigung und Produktentwicklung qualifiziert. Sie sind nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs befähigt, Arbeitsanweisungen zu erstellen und Mitarbeiter sowie Klebpraktiker klebtechnisch in Theorie und Praxis anzuleiten. Klebarbeitsvorgänge können von ihnen geplant, organisiert und überwacht, Prozessparameter kontrolliert und gegebenenfalls variiert werden. Sie sind in der Lage, Unregelmäßigkeiten in der Fertigung zu erkennen und darauf zu reagieren. Die erfolgreich abgelegte Prüfung dient als Befähigungsnachweis und qualifiziert dazu, in einem Unternehmen die Aufgaben und Befugnisse der verantwortlichen Klebaufsichtsperson (nach DIN 6701-2 bzw. Richtlinien DVS® 3310 und 3311) zu übernehmen.

Das folgende Video vermittelt einen Überblick über die klebtechnische Ausbildung an der Technischen Hochschule Ulm.

Weitere Informationen zu den Kursen und insbesondere die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf den Webseiten des Fraunhofer IFAM in Bremen 


Versuche im Kleblabor

Die Versuche im Kleblabor gehören zum Wahlfach "Klebtechnik mit Labor", das jedes Semester für Studierende der technischen Studiengänge angeboten wird. Sie decken exemplarisch die Bandbreite der gängigsten Klebstoffe ab und vermitteln einen ersten Eindruck des praktischen Umgangs mit industriellen Klebstoffen und ihrer Eigenschaften.

  • Klebbänder
  • UV-härtende und UV-aktivierbare Klebstoffe
  • Epoxide und Polyurethane
  • Akrylate

Einrichtungen zur Oberflächenvorbereitung

Eine gute Klebung beginnt mit der Vorbereitung der Klebflächen. Dazu verfügt das Labor über folgende Möglichkeiten:

  • Feinstrahlen
  • Strahlen
  • Schleifen

Möglichkeiten zur Oberflächenvorbehandlung

Mit der Oberflächenvorbehandlung sollen folgende Ziele erreicht werden:

  1. Verbesserung der Benetzung
  2. Verbesserung der Adhäsion
  3. Verbesserung der Beständigkeit der Klebung gegen Alterung
  4. Verbesserte Reproduzierbarkeit

Folgende Möglichkeiten bietet das Kleblabor:

  • AD-Plasma
  • ND-Plasma
  • Beflammung
  • Flammenpyrolyse
  • Saco

Möglichkeiten zur Klebstoffverarbeitung

Neben der konventionellen Verarbeitung von 1- und 2k-Klebstoffen mit Akku- oder pneumatischen Auspressgeräten bietet das Kleblabor folgende Möglichkeiten:

  • UV-Lampe für die Verarbeitung UV-härtender Klebstoffe
  • Pneumatische Vorrichtung für die Klebband-Verarbeitung (Regelung von Druck und Dauer der Anpressung)

Möglichkeiten zur Analytik

Die Einrichtungen des Kleblabors ergänzen die umfassende Ausrüstung des Werkstoffprüflabors mit Verfahren der Kunststoff- und Oberflächenprüfung

  • Oberflächenspannung Krüss DSA100

 

  • DSC Mettler Toledo
  • IR-Spektroskopie

Möglichkeiten zur mechanischen Prüfung

Die mechanische Prüfungen ist eine elementare Methode, die Eigenschaften von Klebungen zerstörend zu überprüfen. In der Regel sind dies der Zugscherversuch nach DIN EN 1465, der Winkelschältest nach DIN EN 11339 sowie der Rollenschältest nach DIN EN 1464. Dafür kommen folgende Prüfmaschinen zum Einsatz:

Universalprüfmaschine Zwick Z20 (Prüflast bis 20 kN, mit Temperaturkammer und direkter Dehnungsmessung)


Universalprüfmaschine Zwicki (Prüflast bis 2 kN)


T-Schälprüfung und Bruchbild einer Punktschweißklebung

Kunststoffverarbeitung

Neben der Klebtechnik werden auch Verfahren zur Kunststoffverarbeitung angeboten:

  • Spritzgußmaschine Engel zur normgerechten Herstellung von Schulterproben und Zugscherproben
  • Vakuuminfusion von Platten aus Verbundwerkstoffen, die mit der hauseigenen Wasserstrahl-Schneidanlage zu Prüfkörpern präpariert werden können

Sonstige

Weitere Einrichtungen des Labors sind:

  • Wärmeschränke
  • Klimaschrank

Klebtechnisches Kolloquium Ulm

Seit 2006 wird in weitgehend regelmäßigen Abständen von ca.2 Jahren das Klebtechnische Kolloquium angeboten. In dieser eintägigen Veranstaltung werden Vorträge aus Forschung und Praxis zu aktuellen Themen der Klebtechnik angeboten. 

Die Themen waren bisher:

2005: Forschung – Herstellung – Anwendung
2009: Aktuelle Entwicklungen in der Klebtechnik
2012: Sicheres Kleben durch sichere Prozesse
2014: Aktuelle Entwicklungen in der Klebtechnik
2016: DIN 2304 – Ein Wegweiser für sicheres Kleben
2018: Aktuelle Entwicklungen in der Klebtechnik
2022: Aktuelle Entwicklungen in der Klebtechnik

Die Veranstaltungen werden fortgeführt.











Quicklinks