24 Studierende aus sieben verschiedenen südkoreanischen Universitäten waren von Mitte Januar bis Mitte Februar an der THU, um sich in den Bereichen Data Science und Künstliche Intelligenz fortzubilden. Angeboten wurde das umfangreiche Programm von den Professor*innen Marianne und Reinhold von Schwerin mit Unterstützung der SAPS (School of Advanced Professional Studies).
Möglich macht dies ein von der Regierung Südkoreas gefördertes Programm, das seinen Fokus darauflegt, das Wissen und die Ausbildung im Bereich der Künstlichen Intelligenz auszubauen und die südkoreanischen Universitäten untereinander zu vernetzen.
Ausgewählt für den Kurs wurden nur die Besten ihres Jahrgangs. Hoch motiviert und begeistert besuchten sie die Vorlesungen. Diese sowie die zugehörigen Hausaufgaben nahmen den größten Teil der Zeit in Ulm ein. Daneben bot das Programm jedoch auch eine Stadtführung, verschiedene Firmenbesuche und ein Spiel der Ulmer Basketballer, um das Leben in Ulm und darüber hinaus kennenzulernen.
In der letzten Woche mussten sich die Studierenden mit ihrem bis dahin im Kurs erworbenen Wissen der Herausforderung stellen, ein praktisches Problem selbst zu lösen. Das DASU (Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics und Data Science Ulm) stellte eine Challenge, in der die Teilnehmenden in Gruppen ein kleines lokal gehostetes LLM (Large Language Model/Sprachmodell) so erweitern mussten, dass es vollständige und korrekte Antworten auf umfassende Fragen geben konnte. Mit diesem Erfolgserlebnis und einer abschließenden Farewall Party reisten die Studierenden nach vier Wochen intensiven Austausches mit vielen neuen Eindrücken wieder zurück.
Für die meisten der 24 Studentinnen und Studenten war dies der erste Besuch in Deutschland oder Europa generell. Entsprechend vielfältig waren ihre Eindrücke von Ulm. Besonders positiv hervorgehoben wurde die Hochschule: „Die THU ist super!“ Gleichzeitig wurden auch Unterschiede im Alltag wahrgenommen: „Aber der Verkehr ist chaotisch“ oder „Deutsche Professoren fahren ja Fahrrad…“, lauteten weitere Beobachtungen. Ein Teilnehmer bemerkte zudem: „Ich dachte immer, die Deutschen seien pünktlich, aber das gilt nicht für Busse und Bahnen!“ Einig waren sich die 13 Studentinnen allerdings bei einem Thema: „Deutsche Jungs sehen gut aus!“

Bildquelle: THU