Ich bin Senior Researcherin im Bereich Energiewirtschaft in der Smart Grids Forschungsgruppe am Institut für Energietechnik und Energiewirtschaft der Technischen Hochschule Ulm. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit der Transformation des Energiesystems, insbesondere mit der Integration dezentraler Flexibilitäten, Photovoltaik, Smart-Meter-Infrastruktur, Regelleistung, Netzentgeltsystematik und regulatorischen Fragestellungen der Energiewende.
Mein Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von energiewirtschaftlicher Analyse, technischer Umsetzbarkeit und praxisnaher Anwendung. Dabei arbeite ich an Lösungen, die Strommärkte, Netzbetrieb und dezentrale Energieressourcen besser miteinander verzahnen und so zu einem sicheren, effizienten und nachhaltigen Energiesystem beitragen.
Aktuelles Forschungsprojekt: IEA-PVPS-Task19: Netzintegration Photovoltaik 2030 International
Aktuell arbeite ich im Projekt „Netzintegration Photovoltaik 2030 International“, dem deutschen Beitrag zum Task 19 des Photovoltaic Power Systems Technology Collaboration Programme der Internationalen Energie Agentur. Die Smart Grids Forschungsgruppe der Technischen Hochschule Ulm übernimmt dabei die Verbundkoordination der deutschen Beteiligung.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie sehr hohe Anteile von Photovoltaik effizient, sicher und systemdienlich in elektrische Energieversorgungssysteme integriert werden können. Dazu werden internationale Erfahrungen, regulatorische Entwicklungen und technische Lösungsansätze zusammengeführt und für die Weiterentwicklung des deutschen Energiesystems nutzbar gemacht.
Digital Solutions for Interoperability of Flexibility Platforms – DigIPlat
Im Projekt DigIPlat wurden digitale Lösungen für die Interoperabilität von Flexibilitätsplattformen entwickelt. Im Mittelpunkt standen die grenzüberschreitende und plattformübergreifende Koordination von Flexibilität für Redispatch, Regelenergie und Intraday-Märkte. Ziel war es, technische, energiewirtschaftliche und regulatorische Ansätze zu verbinden und Potenziale interoperabler Plattformen für künftige Flexibilitätsmärkte zu untersuchen.
Regelleistung aus kleinen Photovoltaikanlagen
In diesem Projekt wurde untersucht, wie kleine Photovoltaikanlagen künftig zur Erbringung von Regelleistung beitragen können. Ein zentraler Ansatz war die Nutzung der Smart-Meter-Infrastruktur, um technische und regulatorische Hürden für die Teilnahme kleiner PV-Anlagen am Regelenergiemarkt zu reduzieren.