Wir gestalten und unterstützen Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter, zur Chancengleichheit und zur Stärkung von Diversität an der Technischen Hochschule Ulm (THU).
Ziel unserer Arbeit ist es, faire und gleiche Rahmenbedingungen für Studium, Lehre, Forschung und Arbeit an der Hochschule zu schaffen - und zwar unabhängig vom dem Geschlecht der jeweiligen Person.
Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte der THU ist Prof. Dr. Barbara Streppel. Sie leitet das Referat für Gleichstellung.
Es gibt verschiedene Stellvertretungen in den Fakultäten:
Die Gleichstellungsbeauftragte und ihre Stellvertretungen werden vom Senat gewählt.
Im Referat für Gleichstellung setzen die Mitarbeitenden zudem Gleichstellungsmaßnahmen um:
Das Team der Gleichstellung kümmert sich um die Anliegen von Studierenden, akademischen Beschäftigten und professoralem Personal.
Die Beauftragte für Chancengleichheit Pia Blank und ihre Stellvertretung sind für das administrativ-technische Personal der Hochschule zuständig. Dazu zählen unter anerem Mitarbeitende aus der Verwaltung, in den Sekretariaten, Laborbeschäftigte und Mitarbeitende des Technischen Dienstes.
Gesetzliche Grundlage unserer Arbeit ist das Landeshochschulgesetz. In Paragraf 4 verpflichtet dieses Gesetz die Hochschulen
Die Technische Hochschule Ulm hat sich erfolgreich für Förderungen aus dem Professorinnenprogramm beworben.
In dem Förderprojekt erhält die Hochschule Geld von Bund und Land, mit dem sie Gleichstellungsmaßnahmen finanzieren kann. Darüber konnte auch die Anstellung von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen ermöglicht werden, die diese Maßnahmen umsetzen.
Bereits realisiert ist Technik +O, ein technisches Orientierungssemester für Frauen.
Mehr zum Projekt finden Sie unter Professorinnenprogramm 2030.
Damit Fachhochschulen auch in Zukunft ihre wichtige Rolle erfüllen können, sind sie auf besonders qualifiziertes Personal angewiesen. Deswegen haben Bund und die Länder das Programm zur Förderung der Gewinnung und Qualifizierung professoralen Personals an Fachhochschulen (FH-Personal) ins Leben gerufen.
Die Technische Hochschule Ulm nimmt an diesem Förderprogramm teil. Geleitet wird das Projekt von Kanzler Dr. Christian Elmo Wolff und der Gleichstellungsbeauftragten Prof. Dr. Barbara Streppel. Einer der Schwerpunkte der Projektumsetzung an der THU liegt auf dem Themenfeld Diversität und Gleichstellung.
Die THU informiert zum Projekt und zu den weiteren Schwerpunkten auf der Projektwebsite für THUProf4.0.
Mehr zum Bundesprojekt finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt: FH-Personal.
Studentinnen im ersten oder zweiten Semester bekommen über das Team der Gleichstellung eine Studentin aus einem höheren Semester als Patin vermittelt. Diese beantwortet Fragen und hilft, sich an der Hochschule zurecht zu finden. Weil die Studentinnen im MINT-Studium oft die einzige Frau in ihrem Studienfach sind, bekommen sie so auf niedrigschwellige Art Kontakt zu anderen Frauen. Nach der Vermittlung und einem ersten Treffen entscheiden die beiden Studentinnen selbst, wie sie miteinander in Kontakt bleiben möchten. Das Referat für Gleichstellung stellt den Patinnen zudem einen Beleg darüber aus, den sie für ihre Bewerbungen verwenden können.
Ziel der Maßnahme: Studentinnen lernen Role-Models aus höheren Semestern kennen. Gleichzeitig wird dadurch die Vernetzung von Frauen in Fächern mit niedrigen Frauenanteilen gefördert.
Wer gerne Patin werden möchte oder eine Patin sucht, wendet sich gerne an das Referat für Gleichstellung unter gleichstellungsteam(at)thu.de.
Ein- bis zweimal im Monat lädt das Referat für Gleichstellung Frauen aus der Wirtschaft an die Hochschule. Beim Kaminabend stellen sie sich den Studentinnen vor und erzählen aus ihrem Berufsleben. Anschließend können Studentinnen Fragen stellen. Die Gäste bei den Kaminabenden kommen aus unterschiedlichen technischen Feldern. Sie haben häufig Führungserfahrung, können aber auch Fachexpertinnen sein. Das Referat für Gleichstellung möchte ein möglichst breites Feld abdecken, um die Studentinnen zu inspirieren. Der Kaminabend bietet einen geschützten Rahmen. Er bietet damit auch die Möglichkeit, Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zum Umgang mit einer Minderheitensituation umzugehen.
Ziel der Maßnahme: Studentinnen mit Role-Models aus der Wirtschaft zu vernetzen.
Informationen zu unseren Kaminabenden findet Ihr in unserem Frauennetzwerk@THU auf Moodle. Der Einschreibecode lautet: Studentin. Dort könnt ihr auch für den nächsten Kaminabend anmelden und findet im Goldenen Buch der Gleichstellung weitere Kontakte unserer vorherigen Gäste.
Über das Frauennetzwerk@THU bekommen Studentinnen der Technischen Hochschule regelmäßig Informationen über Angebote und Veranstaltungen, die sie interessieren können. Das sind zum einen interne Veranstaltungen der Gleichstellung an der THU, zu denen sie sich direkt im Forum anmelden können, aber auch externe Veranstaltungen mit Netzwerkcharakter oder andere, häufig kostenfreie Bildungsangebote und Stipendien.
Die Mitglieder entscheiden selbst, ob sie die Informationen abonnieren und so per E-Mail bekommen, oder ob sie regelmäßig im Frauennetzwerk vorbeischauen wollen. Außerdem sind dort zahlreiche Links zu externen Beratungsstellen, zu externen Netzwerken und weitere für Studentinnen relevante Informationen hinterlegt sowie die Kontaktdaten aller Frauen aus der Wirtschaft, die zu unseren Kaminabenden gekommen sind.
Ziel der Maßnahme: Das Frauennetzwerk@THU liefert den Studentinnen regelmäßig Informationen zu relevanten Veranstaltungen; außerdem können sie sich dort untereinander vernetzen.
Alle Studentinnen der THU können Mitglieder im Frauennetzwerk@THU werden. Sie schreiben sich dazu einfach in den gleichnamigen Moodle-Kurs (nur für THU-Angehörige zugänglich) ein. Der Einschreibecode lautet Studentin.
Die Verfasste Studierendenschaft der Technischen Hochschule Ulm hat mit Unterstützung der Gleichstellung bewirkt, dass in den Toiletten an beiden Standorten kostenfreie Periodenartikel verfügbar sind. Die Technische Hochschule Ulm stellt seither Binden und Tampons gratis zur Verfügung. Alle Studierenden, Mitarbeitenden und Lehrenden können sich dort diskret bedienen, um den gleichberechtigten Zugang zu fördern.
Ziele der Maßnahme: Personen, die ihre Periode haben, finanziell unterstützen; Ent-Tabuisierung des Themas Menstruation
Die Spender sind leer? Melden Sie sich / meldet Euch gerne bei uns unter gleichstellungsteam(at)thu.de.
Das Referat für Gleichstellung hat eine LinkedIn-Gruppe für THU-Absolventinnen gegründet, in der sich Frauen von der THU vernetzen, inspirieren und über Studien-, Karriere- und Lebensphasen hinweg stärken. Mitglied werden können Frauen bzw. FINTA*, die an der THU studiert haben, dort promovieren oder sich in der Endphase ihres Studiums befinden.
Mitglieder können gerne weitere Mitglieder in die Gruppe einladen. Wir hoffen, langsam zu wachsen.
Ziel: Aufbau eines langfristigen Netzwerks, das Frauen bestärkt. Idealerweise können darauf langfristig auch Kandidatinnen für Lehraufträge und Professuren aktiv rekrutiert werden.
Bei Fragen und Anregung zur Gruppe wenden Sie sich / wendet Euch gerne an gleichstellungsteam(at)thu.de .
Frauen sind in technischen Fächern häufig in der Minderheit. Das ist auch an der Technischen Hochschule Ulm der Fall. In einigen Fakultäten gibt es nur wenige Frauen. Gleichzeitig kennen sich die Professor*innen aus anderen Fakultäten nicht immer. Deswegen gibt es dieses Vernetzungsangebot.
Organisiert wird der Professorinnen-Stammtisch von der Gleichstellungsbeauftragten, sie lädt dazu regelmäßig alle Professorinnen der THU ein. Im informellen Format lernen sich die Professorinnen kennen, vernetzen sich untereinander, tauschen sich aus, beraten sich kollegial untereinander und entwickeln gemeinsam Forschungsideen.
Ziel der Maßnahme: Vernetzung untereinander
Sie möchten beim Professorinnen-Stammtisch dabei sein? Dann melden Sie sich gerne bei Barbara Streppel.
Warum ist geschlechtergerechte Sprache wichtig?
Sprache hat das Potenzial, zu diskriminieren und auszugrenzen. Gleichzeitig bietet sie aber auch die Chance, Sichtbarkeit zu schaffen und langfristig die Wirklichkeit zu verändern.
Beispiel: Die Studienwahl sollten Menschen nach ihren Interessen treffen. Wenn aber immer nur von Ingenieuren oder von Technikern gesprochen wird, wirkt es so, als könnten nur Männer diese Berufe ausüben. Das ist natürlich nicht so – aber für Schülerinnen kann das beispielsweise unterbewusst einen großen Einfluss darauf ausüben, ob sie sich solche Berufe vorstellen können oder sie gleich von vorneherein ausschließen.
Wie gendere ich richtig?
Die THU empfiehlt zwei Varianten:
Geschlechtsneutrale Formen
Formen mit dem Gender-Sternchen
Alle Informationen dazu sowie Anwendungsbeispiel finden Sie im Manual “Geschlechtergerechte Sprache”.
Nein. Gleichstellung bedeutet, dass die Rechte, Pflichten und Chancen von allen Menschen nicht davon abhängen, welches Geschlecht sie haben.
Leider gibt es immer noch zahlreiche tatsächlich gegebene strukturelle Ungleichheiten und Benachteiligungen gibt, die Frauen betreffen. In technischen Studiengängen und in Führungspositionen sind Frauen leider immer noch unterrepräsentiert.
Unsere Aufgabe ist es, in allen Bereichen der THU die Strukturen so zu formen und zu leben, dass sie zu einer faktischen Gleichberechtigung von Frauen in allen Bereichen der Hochschule führen. Bis die Geschlechterverhältnisse an Hochschulen ausglichen sind, fördern wir Frauen und setzen uns dafür ein, dass sich ihre Anteile im Studium, bei den Mitarbeitenden und in der Professur erhöht.