Technische Hochschule Ulm ist systemakkreditiert

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Der Akkreditierungsrat hat am 25. Juni 2026 entschieden, der Technischen Hochschule Ulm (THU) das Siegel zur Systemakkreditierung zu verleihen. Bachelor- und Masterstudiengänge müssen in Deutschland akkreditiert werden. Mit der Systemakkreditierung hat die THU das Recht erhalten, das Siegel des Akkreditierungsrats für ihre eigenen Studiengänge verleihen zu können. Damit kann die THU die Qualitätssicherung spezifisch und flexibel gestalten und zugleich die hohen Qualitätsanforderungen an ihre Studiengänge gewährleisten.  

Der Akkreditierungsrat, als die zentrale Institution in Deutschland für Qualitätssicherung in der Hochschulbildung, hat der THU mit seiner Entscheidung eine weitreichende Qualitätsverantwortung übertragen. Konkret bedeutet dies, dass die THU ihr eigenes internes Qualitätsmanagement so überzeugend aufgebaut und weiterentwickelt hat, dass sie ihre Studiengänge selbst akkreditieren kann. 

Für Studierende heißt das: Studiengänge der THU werden unter Beteiligung unabhängiger externer Expert*innen kontinuierlich auf deren Qualität und Zukunftsfähigkeit überprüft. Die THU selbst garantiert nun für alle ihre Studienangebote dauerhafte Qualitätsstandards. 

„Das ist ein Meilenstein für uns“ sagt Rektor Prof. Dr. Volker Reuter und würdigt den Erfolg als das Ergebnis eines langjährigen gemeinsamen Prozesses: „In den vergangenen Jahren haben uns die Vorbereitungen für diesen Tag in vielen Bereichen der Hochschule einiges abverlangt und uns zu einem neuen Bewusstsein in Qualitätskultur als Teamarbeit geschult. Umso mehr freut es mich, dass wir mit der Entscheidung des Akkreditierungsrates das starke und unabhängige Votum erhalten haben, mit unserem Engagement auf dem richtigen Weg zu sein für zukunftsfähiges Studieren an der THU.“ 

Die Akkreditierungsagentur AQAS schaute im vergangenen Jahr genau hin und prüfte mit unabhängigen Expert*innen direkt vor Ort in Ulm, inwiefern die THU die gesetzlichen Kriterien für ein wirksames Qualitätsmanagementsystem erfüllt. Über Stichproben zu einzelnen Studiengängen wurde zudem evaluiert, ob die THU mit objektiver Distanz von innen heraus in der Lage ist, mit kritischen Aspekten – ob aus Studierenden-, Mitarbeitenden-, Lehrenden- oder Gutachter*innen-Perspektive - adäquat umzugehen und Lösungen zur Qualitätssicherung gezielt umzusetzen. 

Prof. Dr. Annika Halder, Vorsitzende der internen Akkreditierungskommission der THU, blickt positiv auf die Zusammenarbeit im etablierten QM-System zurück: „Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Offenheit die Kolleg*innen den Begutachtungsprozess angenommen haben. Es ging nie darum, ein perfektes Bild nach außen zu zeichnen, sondern ehrlich zu hinterfragen, wo wir bereits gut aufgestellt sind und wo wir uns noch verbessern können. Genau diese Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion macht für mich ein funktionierendes Qualitätsmanagement aus.“ 

„Durch die Vorbereitungen zur Systemakkreditierung waren wir in den letzten Jahren gezwungen, uns selbst mehr mit den Qualitätsstandards auseinanderzusetzen. Jetzt gab es kein Schlupfloch mehr zu sagen, dass “andere” externe Programm-Gutachter*innen die Verantwortung tragen und wir uns nur sehr gut vorbereiten müssen, um Rede und Antwort zu stehen. Jetzt konnten wir unsere größte Kompetenz als Ingenieur*innen gezielt einbringen: bei einem Problem eigenverantwortlich ressourcenschonend, effiziente Lösungen entwickeln und authentisch vorleben, was wir auch unseren Studierenden vermitteln möchten”, sagt Prof. Dr. Jens Bihr, Prorektor für Studium und Lehre. „Ein solches Gütesiegel vom Akkreditierungsrat drückt noch mehr aus: in der THU ist wirklich drin, was draufsteht. Wir freuen uns über diesen Erfolg.“ 

Aus Sicht der Studierenden begrüßt auch AStA‑Vorsitzender Moritz Ummenhofer die Entscheidung des Akkreditierungsrats: „Für uns bedeutet die Systemakkreditierung vor allem mehr Transparenz und mehr Einflussmöglichkeiten. Wenn Qualitätsprozesse künftig direkt an der THU gesteuert werden, können wir als Studierende unsere Perspektiven früher und einfacher einbringen, weil die Wege kürzer sind. Das sehen wir als große Chance, damit Themen wie Studierbarkeit, psychische Belastung im Studium, die Gestaltung von Prüfungen und die Weiterentwicklung der Lehrqualität noch stärker berücksichtigt werden.“